Talentmanagement in Wissenschaft und Forschung

Die DUZ, das Magazin für Forscher und Wissenschaftsmanager, hat ein Special zum Thema “Talentmanagement bei Helmholtz” veröffentlicht. Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren besteht laut Wikipedia “aus 18 unabhängigen naturwissenschaftlich-technisch und biologisch-medizinisch ausgerichteten Forschungszentren mit zusammen fast 34.000 Beschäftigten und einem jährlichen Budget von etwa 3 Milliarden Euro.”

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Auf gut 30 Seiten, die hier als Download verfügbar sind, beschreibt die Gesellschaft in Artikeln und Interviews ihre Erfahrungen mit dem Talentmanagement. Von Kita-Kindern über Schüler-Labore bis hin zu Doktoranden und Nachwuchsführungskräften hat Helmholtz einiges zu bieten. Mentoring Programme, Internationalität, vielfältige Arbeitszeitmodelle sowie Chancengleichheit zählen ebenso zu den erklärten Zielen der Gesellschaft.

Eine wirklich spannende und lesenswerte Veröffentlichung!

via queb.org

 

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Jobinterview mit Freunden des Bewerbers – Queb Blog

Job Interviews mitten im Facebook Stream des Bewerbers? Mit Fragen an dessen Freunde? Gibt es so etwas?

Es soll ja Menschen geben, die meinen soziale Netzwerke wie Facebook würden in beruflichem Kontext keine Verwendung finden: User würden sie nicht nutzen, um sich zu bewerben und Personaler würden sie nicht nutzen, um Bewerber zu screenen.
Derartige Behauptungen sind schnell aufgestellt und eigentlich zeigt die stetig wachsende Beliebtheit von Karriere Facebook Fanpages ja auch das Gegenteil.

Noch eindrucksvoller ist aber, wenn Unternehmen Taten sprechen lassen.
So hat die zur New Yorker Interpublic Group of Companies gehörende Agentur R/GA ein Jobinterview für ihr „Internship Program“ entwickelt, welches direkt im Facebook Stream des Bewerbers stattfindet. Mit dessen Einverständnis versteht sich. Über die dafür verwendete App, kann das Unternehmen drei Fragen an die Freunde des Bewerbers stellen. Den Zeitpunkt kann der Bewerber mitbestimmen. Die Freunde können diese Fragen dann in den Kommentaren beantworten.

Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: In einem Jobinterview Fragen mit Halb- oder gar Unwahrheiten zu beantworten ist durchaus möglich. Die eigenen Freunde dazu zu animieren etwas Falsches zu antworten ist hingegen schon deutlich schwieriger. Zumal der Freundschaftsbegriff auf Facebook bekanntermaßen durchaus dehnbar ist. Darüber hinaus entsteht möglicherweise ein neutraleres Bild des Bewerbers, weil u.U. Sichtweisen aus unterschiedlichen Freundes- und Bekanntenkreisen einfließen.

 

Queb Mitgliedsunternehmen BMW nutzt Augmented Reality im Personalmarketing – Queb Blog – queb.org

Augmented Reality ist für Wachstum und Entwicklung im Bereich mobiler Anwendungen einer der Hoffnungsträger der nächsten Jahre. Gemeint ist damit die „computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung“.
Konkret geht es um Anwendungen, die auf den Bildschirmen der Nutzer, z.B. auf Smartphones, Tablets, Fernsehern, etc., zusätzliche Informationen einblenden. Dabei kann es sich z.B. um die einfache Einblendungen von Freistoßlinien bei Fußballübertragungen im Fernsehen handeln, die es bereits seit vielen Jahren gibt. Neuere und komplexere Anwendungen auf Smartphones und Tablets, kombinieren mit Hilfe von Kamera und GPS z.B. lokale Suchergebnisse auf einer Landkarte mit Entfernungsangaben, User Bewertungen, Routenplanungen, o.ä. Auch viele verschiedene Spiele sowie Werbung gehören mittlerweile zu den Anwendungen die mobil genutzt werden können. Insgesamt existieren bereits zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für diese erweiterte Realität auf dem Bildschirm.
Das Queb Mitgliedsunternehmen BMW nutzt diese neuartige Technologie seit kurzem auch für sein Personalmarketing. In einer im Dezember 2011 in der FAZ erschienenen Printanzeige von BMW war ein Hinweis auf die App Aurasma Lite zu finden. Die App ist sowohl für iOS als auch für Android Geräte kostenlos verfügbar und aktiviert nach dem Öffnen die Kamera des jeweiligen Geräts. Mit deren Hilfe erkennt das Gerät die Anzeige und spielt auf dem Display ein dazugehöriges Video ab. Der User erhält auf diesem Weg Zusatzinformationen zum Unternehmen und entsprechenden Karrieremöglichkeiten, die die Printanzeige alleine nicht geboten hätte. Auf der Karriere Facebook Fanpage zeigt BMW die Anwendung in Aktion. Diese Verbindung aus Print- und Onlinemedium hebt sich von herkömmlichen Image- und Stellenanzeigen in Fachmagazinen sowie Zeitungen deutlich ab. Bei wachsender Smartphone und Tablet Nutzung ist diese Art der erweiterten Stellenanzeige vor allem für Unternehmen, die ohnehin in Printmedien werben, durchaus eine Überlegung wert.  
Augmented Reality ist für Wachstum und Entwicklung im Bereich mobiler Anwendungen einer der Hoffnungsträger der nächsten Jahre. Gemeint ist damit die. Konkret geht es um Anwendungen, die auf den Bildschirmen der Nutzer, z.B. auf Smartphones, Tablets, Fernsehern, etc., zusätzliche Informationen einblenden.
Dabei kann es sich z.B. um die einfache Einblendungen von Freistoßlinien bei Fußballübertragungen im Fernsehen handeln, die es bereits seit vielen Jahren gibt.
Neuere und komplexere Anwendungen auf Smartphones und Tablets, kombinieren mit Hilfe von Kamera und GPS z.B. lokale Suchergebnisse auf einer Landkarte mit Entfernungsangaben, User Bewertungen, Routenplanungen, o.ä. Auch viele verschiedene Spiele sowie Werbung gehören mittlerweile zu den Anwendungen die mobil genutzt werden können. Insgesamt existieren bereits zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für diese erweiterte Realität auf dem Bildschirm.
</p> <p>Das Queb Mitgliedsunternehmen BMW nutzt diese neuartige Technologie seit kurzem auch für sein Personalmarketing. In einer im Dezember 2011 in der FAZ erschienenen Printanzeige von BMW war ein Hinweis auf die App Aurasma Lite zu finden. Die App ist sowohl für iOS als auch für Android Geräte kostenlos verfügbar und aktiviert nach dem Öffnen die Kamera des jeweiligen Geräts. Mit deren Hilfe erkennt das Gerät die Anzeige und spielt auf dem Display ein dazugehöriges Video ab. Der User erhält auf diesem Weg Zusatzinformationen zum Unternehmen und entsprechenden Karrieremöglichkeiten, die die Printanzeige alleine nicht geboten hätte. Auf der Karriere Facebook Fanpage zeigt BMW die Anwendung in Aktion.</p> <p>Diese Verbindung aus Print- und Onlinemedium hebt sich von herkömmlichen Image- und <br /> Stellenanzeigen in Fachmagazinen sowie Zeitungen deutlich ab. Bei wachsender Smartphone und Tablet Nutzung ist diese Art der erweiterten Stellenanzeige vor allem für Unternehmen, die ohnehin in Printmedien werben, durchaus eine Überlegung wert.

 

Karrierenetzwerk „careerloft“ startet mit 6 Queb Mitgliedsunternehmen – Queb Blog

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Das Karrierenetzwerk „careerloft“ startet mit 6 Queb Mitgliedsun

ternehmen Das neue Karrierenetzwerk careerloft ermöglicht Unternehmen und Bewerbern Kommunikation auf Augenhöhe.
Das Besondere an dem Förderprogramm für Studierende (nachfolgend als Mitglieder bezeichnet) mit herausragenden akademischen Leistungen ist der Auftritt: Die Kommunikation erfolgt sowohl online als auch offline. Online werden eine Website und eine Reihe von Social Media Kanälen wie facebook, twitter, YouTube, LinkedIn und Pinterest Gelegenheit zum Austausch bieten.
Offline steht ein 250 Quadratmeter großes echtes „careerloft“ in Berlin Kreuzberg für Begegnungen und Veranstaltungen zu Verfügung. Der Loft wird außerdem dauerhaft von Larissa und Jana – zwei Praktikantinnen – bewohnt. Von dort aus berichten sie mitten aus dem Leben der Generation Y, deren Ansprüchen und Erwartungen sowie über die Events im Loft und über die Partnerunternehmen. Neben Veranstaltungen und Mentoring, bieten auch Zeitschriftenabos, Sprachtrainings und Karriere-Coachings Anreize für die Mitglieder des Förderprogramms.
Im Grunde genommen handelt es sich bei car

 

eerloft um eine Active Sourcing Plattform, auf der sich Unternehmen bei den Mitgliedern bewerben können. Davon profitieren Unternehmen und Mitglieder gleichermaßen. Während die Unternehmen durch diese Plattform ihre Personalmarketing und Recruiting Maßnahmen intensivieren und vereinfachen können, müssen sich die Mitglieder nur noch einmal bei careerloft bewerben, um in Kontakt mit den verschiedenen Partnerunternehmen treten zu können.
Die Kombination der verschiedenen Partnerunternehmen ermöglicht dabei eine breite Branchenabdeckung. Von den derzeit neun Gründungspartnerunternehmen sind neben der Boston Consulting Group, Hogan Lovells und der Metro, auch die sechs Queb Mitgliedsunternehmen Audi, Bertelsmann, Commerzbank, Ernst & Young, Merck und SAP dabei.
Darüber freuen wir von Queb uns natürlich ganz
besonders!
„careerloft steht aktuell noch ganz am Anfang. In den nächsten Wochen werden wir einerseits die englische Sprachversion fertig stellen, denn careerloft ist international ausgelegt. Darüber hinaus arbeiten wir an der Integration weiterer Prämien, die wir nach und nach live schalten werden. Und kurzfristig am Bekanntheitsgrad“, sagt Gero Hesse, Ideengeber von careerloft. „Da kann uns jeder helfen: am Besten erstmal auf www.facebook.com/careerloft auf „Like“ klicken.“

 

Vorsicht an der Bahnsteigkante – Der Social Media Zug fährt ab

Vielen aus der “Personaler-Suppe” ist Dominik Bernauer gut bekannt, nicht zuletzt als Autor einer Reihe von Beiträgen im multimediablog von Bernd Schmitz aber auch in seinem eigenen Blog.

Nun erscheint am morgigen Freitag das Buch “Social Media im Personalmarketing”, herausgegeben von Bernd Schmitz, Gero Hesse, Steffen Laick und eben Dominik Bernauer. Da ich aus gut informierter Quelle weiß, dass Dominik einen ganz erheblichen Beitrag zum Gelingen des Buches beigesteuert hat, freue ich mich um so mehr, dass er die Vorabankündigung des Buchs hier im Blog mit einem kleinen Gastbeitrag selber vornimmt.

So, Dominik: Dein Part!

Dominik Bernauer

Vorsicht an der Bahnsteigkante – Der Social Media Zug fährt ab!

Der Social Media Zug rollt nun schon eine zeitlang mit zunehmender Geschwindigkeit durch unser Leben. Ganz gleich, ob wir schon mitfahren oder noch am Bahngleis stehen. Das morgige Erscheinen unseres Buches „Social Media im Personalmarketing“ ist also Grund genug einmal zu beleuchten warum dieses Thema nicht nur im Trend liegt, sondern auch tatsächliche Relevanz für Unternehmen hat.

Die sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre haben eine Generation hervorgebracht, die ein völlig anderes Selbstverständnis an den Tag legt als frühere Generationen. Diese „Generation Y“ unterscheidet sich in ihrer Art vor allem durch die Vernetzung der Individuen und ihrem Wissen. Ausgelöst und unterstützt wird diese Veränderung durch die Möglichkeiten, die das Internet dieser Generation bereits seit dem Kindesalter bietet. Und auch für Viele außerhalb der Generation Y, sind der Zugang zum Netz (mobil und stationär) und dessen Möglichkeiten längst zur Selbstverständlichkeit geworden.

Für Unternehmen ist dieses Verständnis über die Macht und das Wissen der Massen im Social Web unterdessen zu einem erfolgskritischen Faktor geworden, der sich in den HR-Abteilungen stark und häufig zuerst auswirkt. Das „passende“ Personal zu finden ist nicht mehr nur über Stellenanzeigen in der FAZ möglich. Die Palette der Möglichkeiten ist deutlich gewachsen und wird in den meisten Fällen nicht annähernd ausgenutzt.

Schade! Denn von Social Networks, über die moderne Unternehmenswebsite bis hin zu Webvideo, SelfAssessment, Twitter und Talent-Relationship-Management existieren vielfältige innovative Möglichkeiten, um zielgruppengerechtes Personalmarketing zu betreiben.Fakt ist: Die Zielgruppe bewegt sich zunehmend im Web und ist im Zeitalter von WikiLeaks & Co. gewöhnt Informationen kritisch zu hinterfragen. Um mit dieser Zielgruppe kommunizieren zu können, ihnen Produkte oder den Arbeitsplatz schmackhaft machen zu können sind Authentizität und Zuhören Grundvoraussetzung. Themen wie die soziale Verantwortung von Unternehmen oder deren Authentizität (im Sinne von Ehrlichkeit) spielen z.B. heute eine weitaus gewichtigere Rolle als noch vor 20 Jahren.

Für uns alle ist es wichtig geworden, die Geschehnisse dieser digitalen Welt, in der Viele häufig genug „nur zu Besuch“ sind, zu begreifen. Immerhin sind wir tagein tagaus mit dieser Welt konfrontiert. Ob wir wollen oder nicht.

Unser Buch bietet dabei eine abwechslungsreiche Sicht auf das Thema Social Media im Personalmarketing. Einsteiger profitieren von Basiswissen und der erfahrene Leser erhält tiefe Einblicke in die Erfahrungen von Unternehmen, die bereits seit einiger Zeit im Social Web aktiv sind.

Neben hilfreichem Wissen zu Tools und Netzwerken widmen wir uns den Themen Analyse & Monitoring, Social Media Guidelines, Verhalten im Krisenfall sowie der nötigen Unternehmenskultur.

Auf diese Weise sollte es möglich sein, trotz bereits rollendem Zug, noch auf das Thema aufzuspringen.

Buchneuerscheinung: Social Media im Personalmarketing | HRinside

Über Social-Media im Personalmarketing gibt es Präsentationen, Videos und jede Menge Blogs im Internet. Ab 03. Dezember gibt es eine weitere Veröffentlichung: ausgerechnet ein Buch. Die 192-seitige Publikation “Social Media im Personalmarketing” enthält Praxisbeispiele und soll ein Leitfaden für Einsteiger sein.

Es  ist  in generationsübergreifender  Zusammenarbeit von Queb e.V. (ehemals Arbeitskreis Personalmarketing) mit zahlreichen Personalern und Recruitern  aus deutschen Unternehmen wie Bernd Schmitz, Leiter Hochschulmarketing bei Bayer, entstanden.  Im Interview mit HRinside erklärt Dominik Bernauer, jüngster Co-Autor, warum das Online-Thema als Print-Version  veröffentlicht wird.

Warum erscheint ausgerechnet ein Buch zum Thema Social-Media im Personalmarketing – warum dieser Medienbruch?

Die Frage “Warum ein Buch, wenn eigentlich die Digitalität der Welt im Vordergrund steht?” liegt natürlich nahe. Die Antwort liegt auf der Hand: Immer wieder trifft man Menschen, die sich eigentlich für die Thematik interessieren. Sie verstehen aber nicht, was in diesem Bereich heute passiert und trauen sich auch nicht, die entscheidenden Fragen zu stellen.

Warum sind sie gehemmt?

Viele haben Angst, sie hätten den Zug verpasst zu fragen, worum es bei Social-Media eigentlich geht, wie das funktioniert und wie sie es für ihr Unternehmen einsetzen können. Diese Unwissenheit betrifft dabei nicht bestimmte Berufs- oder Altersgruppen. Ob Studierende, Unternehmer, Manager oder auch Berater: Überall gibt es Unwissende, aber Interessierte. Und daher ein Buch.

Aber diejenigen können doch genauso gut die Dinge im Netz nachlesen – warum sollten sie ein Buch dazu kaufen?

Weil genau diese interessierten, aber unwissenden Menschen eben nicht diejeniegen sind, die abends mit ihrem iPad auf dem Schoß parallel dem TV-Programm folgen. Weil diese Zielgruppe nicht gewohnt ist, sämtliche Inhalte im Netz zu konsumieren. Weil das Buch dazu dienen soll, Leser mit unterschiedlichem Vorwissen abzuholen und mitzunehmen.

Was erwartet die Leserschaft?

Es gibt eine faszinierende und interessante Welt zu entdecken, die sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Und nicht Wenige dürften bei diesen Entdeckungen einen Aha-Effekt erleben. Und wirklich fremd ist diese Welt eigentlich auch nicht mehr. Social-Media passiert seit geraumer Zeit um uns herum. Ob wir das merken oder nicht. Ob wir dabei sind oder nicht. Längst sind alle davon betroffen. Ob wir wollen – oder nicht.

Das Buch bietet einen Einblick in die Art der Kommunikation derjenigen Gruppen in unserer Bevölkerung, die latent arbeitsuchend sind bzw.  in ihre ersten Jobs nach (Hochschul-)Abschlüssen eintreten. Diese ist sind es schon gewohnt  in dieser Welt zu leben, sich zu  bewegen und verändern damit unser aller (Arbeits-) Leben.

An wen richtet sich das Buch konkret?

Das Buch „Social Media im Personalmarketing“ bietet Unterstützung und Grundwissen. Es richtet sich an Studierende und Absolventen genauso wie an Professoren und Dozenten, Personaler und Personalberater sowie alle, die einfach schon immer mal wissen wollten, was da eigentlich passiert, in diesem „Social-Media“.

Zur Person Dominik Bernauer

Dominik Bernauer Jahrgang 1981, berät Unternehmen in Medienfragen und ist darüber hinaus als Autor, Blogger und Referent tätig. Neben seiner Leidenschaft „Mobile Internet“ beschäftigt Dominik Bernauer sich als Angehöriger der Generation Y intensiv mit Themen rund um Social-Media und Enterprise 2.0.  Er schreibt regelmäßig auf dem Multimediablog sowie in seinem eigenen Blog. Als Gastautor schreibt er bei mobile-zeitgeist.com sowie im Magazin t3n.de.

Social-Media im HR: Mut wird belohnt | HRinside

Social-Media existiert und nimmt zu. Unternehmen können heute nicht mehr handeln wie Kinder: „Augen zu und um mich herum verschwindet alles.“ Während einige wenige Unternehmen auf den Social-Media-Zug bereits aufgesprungen sind und Erfahrungen gesammelt haben, fürchten viele andere den Anschluss zu verpassen. Die Lücke zwischen denen, die Social-Media schon nutzen und denen, die noch unwissend sind, wächst. Das Thema Einstieg von Human-Resources in Social-Media ist schon viel beschrieben worden. Zahlreiche Experten berichten in Blogs sehr gut und ausführlich über die Thematik – vergessen dabei aber scheinbar häufig die Einsteiger.

Dabei fehlt es offensichtlich bei vielen Unternehmen gerade an Einsteigerwissen und dem nötigen Mut, um die entscheidenden ersten Schritte zu gehen. Immer wieder stelle ich einen hohen Bedarf an Wissen zu diesem Thema fest. Die Fragen dazu stammen dann vor allem aus zwei Abteilungen: Marketing und Personal.

Neue Technologien, Dienste und Begriffe sowie schnelle und ständige Veränderungen erfordern ein hohes Maß an Interesse, die Bereitschaft sich mit diesen Themen auseinander zu setzen und vor allem die Erkenntnis, dass es wichtig ist, diese neuen Möglichkeiten überhaupt einzusetzen. Denn auch wenn der Einstieg nicht teuer sein muss, so kostet er doch zumindest Mühe und will gut geplant sein.

Das Internet hat sich und seine Nutzer in den letzten Jahren nachhaltig verändert. Viele unserer Lebensbereiche sind heute vom Internet durchdrungen. Auch und vor allem unser Mediennutzungsverhalten hat sich hierdurch massiv verändert.

Das Netz verändert uns
Diente das Internet ehemals zum reinen Konsum von Inhalten (Web 1.0), hat die technologische Weiterentwicklung es dem Nutzer schnell möglich gemacht auch eigene Inhalte zu produzieren. Man spricht vom Mitmachnetz, dem Web 2.0. Der Nutzer wandelt sich vom Konsumenten zum sog. Prosumer, der sowohl konsumiert als auch selbst produziert.

Diese neuen Möglichkeiten haben weiterhin dafür gesorgt, dass das Internet von seinen Nutzern immer mehr als soziales Gefüge wahrgenommen wurde. Die Lust am produzieren, teilen, weiterleiten und kommentieren von Inhalten jeglicher Art mit anderen Nutzern war geweckt.

Die Zeit, die wir im Internet verbringen, steht für andere Medien nur noch begrenzt zu Verfügung. Studien belegen z.B. seit Jahren den abnehmenden Trend der Nuzung von Printmedien. TV wird inzwischen häufig parallel zur Internetnutzung konsumiert.

Die Generation der nach 1981 Geborenen tritt in die ersten Jobs nach ihren (Hochschul- ) Abschlüssen ein und verändert aufgrund ihres eigenen Selbstverständnisses damit auch unser Berufsleben rapide. Diese sogenannte Generation Y (auch Net Geners oder Millenials genannt) ist es gewohnt online zu sein, Wissen und Erfahrungen zu teilen sowie ständig über neue Produkte und Technologien zu verfügen. Ihre Arbeitsweise und die Ansprüche an ihre Arbeitgeber unterscheiden sich gänzlich von denen früherer Generationen. Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, es wird über das Internet virtuell und über Landes- und Kulturgrenzen hinweg gearbeitet, teilweise mit Menschen, die man nie zuvor persönlich getroffen hat. Kollaboration ist das neue „Teamwork“, besonders für Unternehmen.

Es ist wichtig zu begreifen: Dem permanenten Strom von Medien und Kanälen ausgesetzt haben die Net Geners (zumindest scheinbar) gelernt, instinktiv alle Informationen zu überprüfen und kritisch zu hinterfragen. Um mit dieser Zielgruppe zu kommunizieren und um ihnen Produkte zu verkaufen oder ihnen den Arbeitsplatz schmackhaft zu machen, sind Authentizität und Zuhören absolute Grundvoraussetzung.

Verbote sind keine Alternative

Die digitalen sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter können von Unternehmen heute dazu genutzt werden, der Zielgruppe zu folgen und diese Voraussetzungen zu erfüllen. Netzwerke wie Facebook, die weltweit inzwischen mehr als 500 Millionen Nutzer aufweisen, verdeutlichen die Macht, die in diesen Netzwerken steckt: Die Macht der Massen, die aus Verbrauchern und Arbeitnehmern besteht. Menschen unterhalten sich über Marken, Produkte und Unternehmen. Das war gestern so, das ist heute so. Während es aber gestern die Gespräche am Stammtisch waren, handelt es sich heute um eine öffentliche, weltweite und nachhaltige Kommunikation in digitaler Form. Inhalte, die einmal im Netz vorhanden sind, bleiben dort über lange Zeiträume hinweg von jedem Ort der Welt aus rund um die Uhr abrufbar.

Ignoranz und Verbote sind keine Lösung. Im Gegenteil: Wer ignoriert oder gar nicht erst hört, was über ihn gesagt wird, ist auch nicht fähig zu reagieren. Vielmehr haben Unternehmen durch die Digitalisierung die einmalige Möglichkeit, an diesen Gesprächen teilzunehmen, ja, deren Verlauf sogar zu beeinflussen in dem sie selbst aktiv teilnehmen. Mindestens aber sollten sie „monitoren“, was über sie gesagt wird.

Auf dem Weg ins Social-Media-Zeitalter kann man, wie immer bei ersten Schritten, natürlich auch stolpern. Bei guter Vorbereitung brauchen Unternehmen das Abenteuer Social-Media aber nicht zu fürchten. In den meisten Fällen lohnt sich das Engagement am Ende. Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen sowie die sogenannte Hidden Champions werden als Arbeitgebermarke oft als weniger attraktiv oder gar nicht wahrgenommen. Sie haben die Chance ihre Bekanntheit und Attraktivität mit verhältnismäßig geringem Aufwand und Kosten auch über Landesgrenzen hinweg deutlich zu steigern.

Noch nutzen nur wenige Unternehmen die Potentiale von Social-Media für ihre Zwecke. Die, die es bereits nutzen, haben aber festgestellt: Je früher man startet, desto eher erregt man die gewünschte Aufmerksamkeit.

Weitere Artikel auf HRinside zur Nutzung von Social-Media im Personalbereich
_ in dem Artikel Unsere HR-Abteilung braucht ein Blog – sicher?
_ in dem Interview Wie JvM Facebook-Places für Guerilla-Recruiting einsetzt